Lehrinhalte
1. Unterricht strukturieren (forschend-entwickelnde UV, gesellschaftskritisch-problemorient. UV, alltags-/kontextbezogene UV, wahldifferenzierende UV), 2. Chemie kommunizieren und visualisieren (Unterricht mit Tafel/interakt. Whiteboard/Animationen/Simulationen, IT-unterstütztes Lernen, Fachsprache/Symbole/Unterrichtssprache, bilingualer Chemieunterricht), 3. Wissenschaftstheorie und -geschichte zu ausgewählten Konzepten der Chemie (Atombau, Chemische Bindung; conceptual growth), 4. Diagnostizieren & Üben/Fördern, 5. Gender & Diversity (spez. Selbstkonzept, Berufsorientierung), 6. aktuelle Themen aus Forschung/Praxis.

Literatur
Sommer, K., Wambach-Laicher, J. & Pfeifer, P., Konkrete Fachdidaktik Chemie: Grundlagen für das Lernen und Lehren im Chemieunterricht; Reiners, Ch. S., Chemie vermitteln. Fachdidaktische Grundlagen und Implikationen. Heidelberg: Springer; Skript zum Seminar

Weitere Informationen
Erfolgreiche Teilnahme zu mindestens 75 % an den Veranstaltungen des Moduls. Die Anwesenheitspflicht ist für folgenden Kompetenzerwerb erforderlich: Methodenerfahrung, -gestaltung und -optimierung, Modellierungen, Feedback, sowie Reflexion eigener Professionalisierungsfortschritte in authentischer Lernumgebung. Die Ziele der Lehrveranstaltung können vor allem durch die Interaktion mit den anderen Studierenden und den Lehrenden erreicht werden. Die eigene Anwesenheit sowie die Anwesenheit einer Mindestzahl von sich aktiv beteiligenden Teilnehmenden sind Voraussetzung für einen Kompetenzerwerb der Einzelnen.

Offizielle Kursbeschreibung
Inhalte: 1. Unterricht strukturieren (forschend-entwickelndes Unterrichtsverfahren, gesellschaftskritisch-problemorientiertes Unterrichtsverfahren...), 2. Chemie (digital) kommunizieren und visualisieren (Digitalität, DiKoLAN, Unterricht mit Animationen/Simulationen, IT-unterstütztes Lernen), 3. Fachsprache/Symbole/Unterrichtssprache, bilingualer Chemieunterricht, 4. Wissenschaftstheorie/-geschichte zu ausgewählten Konzepten der Chemie (PSE), 5. Diagnostizieren/Fördern/Gender/Diversity, 6. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), 7. aktuelle Themen aus Forschung/Praxis.
Qualifikationsziele: Die Student:innen verfügen über ein erweitertes Repertoire an fachdidaktischen Konzepten, das ihnen ermöglicht, vielfältige Lehr-Lern-Inhalte an heterogene Lerngruppen mit Unterrichtsverfahren, Methoden und Informations- und Kommunikationstechnologien zu vermitteln. Sie verfügen über Konzepte zur Förderung der Fachsprache und Einführung der Symbolsprache sowie über Methodenwerkzeuge für das Diagnostizieren und Optimieren von individuellen Lernprozessen. Sie beziehen bei ihren Reflexionen die Perspektiven Gender/Diversity und Nachhaltigkeit mit ein und diskutieren aktuelle Entwicklungen in der Fachdidaktik Chemie.

Nachhaltigkeitsbezug der Veranstaltungsinhalte
Zwei Veranstaltungstermine behandeln dezidiert Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Chemieunterricht. Betrachtet werden insbesondere drei Belastungsgrenzen (Richardson et al., 2023) mit hoher Priorität für die Chemie-Lehre: 1. Klimawandel, mit den Messgrößen CO2-Konzentration und Strahlungsantrieb, 2. biogeochemische Stoffkreisläufe (P/N) sowie 3. Einbringen industriell erzeugter Stoffe, wie Mikroplastik, Nanomaterial, Pestizide und Metalle, in die Umwelt. Anhand der didaktischen Rekonstruktion zur Klimaerhitzung wird aufgezeigt, dass Jugendliche die Erderwärmung teils anhand des Ozonlochs anstelle des Treibhauseffekts erklären. Der Kurs widmet sich zudem Analysen dynamischer Beziehungen in Systemen und deren Darstellung, z.B. als Systems-Oriented Concept Map Extension, und Wertschöpfungsketten im Rahmen des Unterrichtskonzepts "Stoffgeschichten".

Online-Angebote
- Moodle Kurs
- Chemie(didaktik)spezifische Apps

Semester: SoSe 2024